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Tipps & Tricks


Hier erläutere ich nach und nach ein paar Tipps und Tricks zum D400L.


1. Entlüften

a) Diesel:


Dabei gibt es zwei unterschiedliche Varianten: Einmal wenn er z.B. leergefahren wurde/lange stand oder das wechseln des Dieselfilters. Grundsätzlich sollte man vor dem öffnen der Schrauben diese mit einem Pinsel und Diesel säubern, damit kein Dreck in die Leitungen kommt. Denn Pumpe und Düse sind sehr empfindlich und können dabei schnell kaputt gehen.

Springt er nicht mehr oder nur bei gezogenem Starterknopf an, z.B. beim Leerfahren/langer Standzeit, befindet sich Luft in den Leitungen. In der einfachsten Version braucht man nur die Überwurfmutter 7 einige Umdrehungen zu öffnen und bei gezogenem Starterknopf so lange kurbeln, bis Diesel blasenfrei austritt. Dann die Mutter etwas festziehen und weiterkurbeln, so lange, bis die Verschraubung dicht ist. Spätestens dann, müsste man ein leises, klackendes Geräusch hören, dann nämlich spritzt die Düse ab. Wenn er leergefahren wurde, gilt das gleiche wie beim Filterwechsel.

Zuerst muss der überschüssige Diesel abgelassen werden, das geht am besten mit lösen der Hohlschraube 1. Um den Filtertopf 3 zu öffnen, muss die Befestigungsmutter 2 (kann nicht rausgezogen werden), und kann gleich auch die Filterentlüftungsschraube 4 und Filtergehäuseentlüftungsschraube 5 mitgelöst werden. Den Filtertopf 3 kann man dann mit Gewindestab nach unten hin abziehen. Auf dem Filter ist noch eine Dichtung. Ist diese kaputt, ersetzten. Restdiesel und Wasser auskippen, und den Topf säubern. Der neue Filter muss vorher min. 15 Minuten in Diesel getaucht werden, damit er sich voll saugen kann und sich somit keine Luftblasen mehr in den Lamellen befinden. Den gefüllten Topf mit Filter und Dichtung wieder mit 2 anschrauben. Hohlschraube 1 festziehen und Diesel einfüllen. Nach kurzer Zeit läuft Diesel aus 5 und 4 aus. Diesen für ein paar Sekunden auslaufen lassen, dann die entsprechenden Schrauben mit neuen Kupferdichtungen einschrauben aber noch nicht festziehen. Die Hohlschraube 6 an der Pumpe leicht lösen und etwas Diesel auslaufen lassen. Die Schrauben 4 und 5 wieder öffnen und ebenfalls wieder etwas Diesel auslaufen lassen. Sofern sich im Filter keine Luftblasen mehr befinden, müsste der Motor jetzt normal anspringen. Wenn nicht, die Überwurfmutter 7 lösen und entlüften. Ggf. müssen noch mal die Schrauben 4, 5 und 6 geöffnet werden.
Werden die Hohl/Entlüftungsschrauben gelöst, müssen meist neue Kupferdichtungen aufgelegt werden, da dann nicht mehr richtig abdichten. Die Hohlschrauben nicht zu fest anziehen, Bruchgefahr!

Öl:



Vor dem Öffnen der Schrauben, diese mit einem Pinsel und Diesel reinigen. Wird nur der Tank abgenommen, brauchen die Leitungen nicht entlüftet zu werden. Lediglich beim Anschrauben der Hohlschraube 1 sollte für mehrere Sekunden das Öl blasenfrei austreten (Vorher vergewissern, dass das Öl gut durchläuft). Steht der Motor schon einige Jahre, sollte man die Leitungen vorsichtshalber entlüften. Bei Demontage sowieso. Die Entlüftungsschraube für das hintere Lager ist hier nicht gut zu sehen, es gilt aber die gleiche Vorgehensweise.

Ausgang Demontage: Hohlschraube 1 wie oben entlüften, 3 und 4 fest (aber nicht zu fest, Bruchgefahr!) einschrauben. Über die Öffnung der Sechskantschraube 2 wird ca. 20 ccm (kann zu Sicherheit auch mehr sein) Öl möglichst blasenfrei in die Leitungen gespritzt. Hierfür eigenen sich z.B. kleine Plastikspritzen ganz gut, da die Spitze genau in das Entlüftungsloch passt. Die Öffnung schnell verschließen. Ca. 10 Minuten warten, dann das überschüssiges Öl mit der Ölablassschraube am Verschlussdeckel des Kurbelgehäuses entfernen.

Wird hier bei der Entlüftung geschlampt, bekommt der Motor sehr schnell einen Kolbenfresser!

Um den Motor vor allem bei einer Demontage schneller und sicherer zu schmieren, kann etwas Motoröl mit dem Diesel im Verhältnis 9:1 gemischt werden. Dafür muss aber der alte Diesel aus allen Leitungen entfernt werden, damit die Mischung direkt von der Einspritzpumpe in den Motor gelangt.


2. Starten und abstellen 

a) Starten:
Der Kurbelstart ist so einen Sache. Wenn man mal den mal Trick raus hat und der Motor in einem guten Zustand ist, bekommt man in meist immer beim ersten mal an. Dazu aber nicht einfach so wippen, sondern bei jeder Komprimierung immer mehr Schwung mitnehmen, bis man dem Kolben quasi nur noch einen "Schups" geben muss, damit er die Kompression überwindet. Denn, je schneller der Kolben bewegt wird, desto besser springt er an.
Zur Starthilfe, das Zündfix anzünden geht auch, allerdings muss dieses dann glühen, um überhaupt eine bessere Wirkung zu erzielen. Damit das Stäbchen aber überhaupt richtig funktioniert, müssen diese ganz trocken sein! Etwas weniger aufwändig ist ein guter Spritzer Motoröl durch den Luntenhalter. Das Öl dichtet die Kolbenringe ab und sorgt so für eine höhere Kompression, die zu einer höheren Verdichtungstemperatur führt und schließlich zu einem besseren Startverhalten. Von Startpilot und Bremsenreiniger die Finger lassen, die sind schädlich für den Motor. Neben der unkontrollierten Verbrennung, verbrennen diese auch das zur Schmierung nötige Öl.
Will er nicht so richtig, kann womöglich die Kurbel nicht mehr richtig greifen, hier die Führung nachschleifen. Weitere Ursachen können alte Zündfixe, schlechter Diesel, geringe Kompression und verkokte Einspritzdüse sein.

Abstellen:
Das erfolgt normalerweise über den Gashebel am Motor oder über den am Holm. Aber es gibt Ausnahmen:
Etwa wenn nach der Reglereinstellung oder bei verklemmten Regler die Drehzahl nicht runtergeht oder er im Extremfall noch höher dreht. Daher muss immer ein 17er Schlüssel zur Hand sein, mit dem die Dieselleitung an der Einspritzdüse gelöst wird und der Motor mangels Kraftstoff ausgeht.
Viel schlimmer ist das hochdrehen bei zuviel Öl. Dieses kann durch zuviel Öl im Kurbelgehäuse, besonders durch den Schubbetrieb am Berg oder geringer Last, dass nicht regelmäßig abgelassen wird oder durch Überfüllung des Ölbadluftfilters. Das lösen der Einspritzleitung bringt hier nichts, da das Öl nun die Verbrennung übernommen und der Regler somit keinen Einfluss mehr hat. Neben der Temperatur und Verdichtung, braucht das Öl Sauerstoff zum zünden. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder den Auspuff oder den Luftfilter zuhalten. Und das möglichst schnell, denn wenn der Motor hochdreht, kann es sehr schnell zu einem Schaden am Motor und Regler kommen.

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